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Eine Stadt, viele Welten: Das Winterberger Stadterlebnis begeistert zum Jubiläum

Winterberg. Ein Wochenende, drei Jahreszeiten und 750 Jahre bewegte Geschichte: Das Winterberger Stadterlebnis hat am zweiten Maiwochenende Maßstäbe gesetzt und bleibt allen Beteiligten in bester Erinnerung. Unter dem treffenden Motto „Eine Stadt, viele Welten“ verwandelte sich die Kernstadt in eine pulsierende Festmeile, die Tradition und interkulturelle Freundschaft eindrucksvoll vereinte. Seit mehr als 25 Jahren feiern die Winterberger dieses Fest – entstanden aus den Vorläufern der Gewerbeschau, der Automeile und dem Stadtfest. An Eindrücken mangelte es nicht, ein Höhepunkt reihte sich an den nächsten.    
Auch das Wetter spiegelte das abwechslungsreiche Motto wider: Mit leicht herbstlichen Zügen am Freitag startete das Fest, lief am Samstag zu sommerlicher Höchstform auf und klang am Sonntag frühlingshaft aus.   

Internationaler Auftakt und historische Wurzeln

Der offizielle Auftakt am Freitagabend stand ganz im Zeichen des historischen Jubiläums. Bürgermeister Michael Beckmann begrüßte hohen Besuch aus den Partnerstädten Le Touquet (Frankreich), Rixensaart (Belgien) und Rijssen-Holten (Niederlande). Die tiefen Freundschaften der vier Partnerstädte wurden per Urkunde feierlich besiegelt.  Auch die stellvertretende Landrätin Hiltrud Schmidt sowie der Landtagsabgeordnete Matthias Kerkhoff wohnten der Zeremonie bei und überbrachten Grußworte. Dr. Friedrich Opes, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, zeichnete die 750-jährige Geschichte nach und stellte die erstmalige urkundliche Erwähnung in den Fokus.

Ortsvorsteher Heinz Niggemann zeigte sich sichtlich erfreut und spannte den Bogen zu zahlreichen Vereinsjubiläen der Kernstadt. Als Nachtwächter Ulrich Schulte auf die Historie einging und das Jubiläum mit dem Bürgermeister mit einem „Kahler-Asten-Trunk“ besiegelte, war der emotionale Auftakt perfekt.  Die frischen Temperaturen hielten die Besucher nicht ab: Die Band „R.A.D.I.O. 80“ sorgte für begeisterten Gesang bis tief in die Nacht.   

Volle Straßen und olympischer Glanz

Der Samstag brachte strahlenden Sonnenschein. Pünktlich zur Mittagszeit mündeten die quirligen Aufbauarbeiten der 115 Ausstellungsstände in pure Aktion. Zwischen der Oberen Pforte und dem Waltenberg präsentierten sich Vereine, Unternehmen und Initiativen mit enormer Liebe zum Detail. Von der Kindertagespflege bis zum Seniorenbeirat, von der Polizei bis zum Handwerker und von der Hüpfburg bis zum Glücksrad war alles zu finden. Die Straßen füllten sich rasant, und das Publikum lobte das bunte Treiben.   
Ein ganz besonderes Highlight wartete am Nachmittag auf die sportbegeisterten Gäste: Auf der großen Festbühne wurden die aus Nordrhein-Westfalen stammenden Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Olympischen Spiele geehrt. Nach ihren fantastischen Erfolgen bei den vergangenen Winterspielen bot sich den Athletinnen und Athleten hier erneut eine große, stimmungsvolle Bühne – dieses Mal mitten im feiernden Winterberg.

Mit Anbruch des Abends platzte die Untere Pforte dann endgültig aus allen Nähten: Die Tribute-Band „The Queen Kings“ heizte der Menge ordentlich ein. Die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Winterberg hatten an den Getränkeständen alle Hände voll zu tun – wie gewohnt kommt der Erlös aus dem Getränkeverkauf der wichtigen Arbeit der Feuerwehr zugute. 

Besinnlicher Sonntag und sportlicher Bürgermeister

Der Sonntagmorgen begann besinnlich mit Glockengeläut und einem gut besuchten Gottesdienst auf der großen Bühne, gefeiert von Pfarrer Norbert Lipinski trugen auch Bürgermeister Michael Beckmann und Wirtschaftsförderer Winfried Borgmann Gebete vor. Zum Abschluss gab es für alle Mütter eine Rose als Geschenk.

Nach der Messe sorgte ein zünftiger Frühschoppen der „Haslei-Musikanten“ für beste Stimmung. Wer sportlich aktiv werden wollte, nutzte beispielsweise die Angebote des Ski- oder auch des Bob- und des Rodelclubs. Selbst Bürgermeister Beckmann schnürte die Springschuhe, schnallte die Ski unter und wagte einen gefeierten Sprung auf der kleinen Schanze. Er lobte die sehr gute Organisation seiner „Eventhelden“. „Ein Dank gilt allen Anwohnern, die die Einschränkungen ertragen haben, den Ausstellern für eine gelungene Präsentation und den vielen Besuchern für das freundliche Mitfeiern“, so der Bürgermeister.

Zum Stadterlebnis zogen die Verantwortlichen der Winterberg Touristik und Wirtschaft sowie des Stadtmarketingverein, Winfried Borgmann, Nicole Müller und Marius Tampier eine rundum positive Bilanz: Mehr als 30.000 zufriedene Besucher strömten in die Stadt. Die monatelange Vorbereitung des Kernteams, das an den drei Tagen über 50 Stunden im Dauereinsatz auf den Beinen war, hat sich vollends gelohnt. Fazit: Ein solches Fest hat es in 750 Jahren Stadtgeschichte noch nicht gegeben.