Winterberg. Die Schulzeit ist eine entscheidende Phase der Orientierung, in der die Weichen für die berufliche Zukunft gestellt werden. Um diesen Übergang aktiv zu gestalten und den jungen Menschen die vielfältigen Perspektiven in der Region aufzuzeigen, haben die Wirtschaftsförderung Winterberg und die Sekundarschule Winterberg das Projekt „Unternehmen vor Ort“ (UvO) ins Leben gerufen. Nun konnte bereits der dritte Jahrgang den erfolgreichen Abschluss feiern. In einem feierlichen Rahmen überreichten Schulleiter Uwe Kruse, Lehrerin Frau Busch-Fellmann sowie die Wirtschaftsförderer Winfried Borgmann und Christine Schulte die Teilnahmezertifikate an 16 engagierte Schülerinnen und Schüler.
Einblick in die Praxis als Schlüssel zum Erfolg
Über ein ganzes Jahr, vom zweiten Halbjahr der achten Klasse bis zum Ende des ersten Halbjahres der neunten Klasse, hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, wertvolle und vor allem praxisnahe Einblicke in die heimische Wirtschaft zu gewinnen. Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll: Unternehmen aus Winterberg und Umgebung stellen sich und ihre Ausbildungsberufe direkt in der Schule vor oder ermöglichen Besuche vor Ort. „Ein Beruf wird erst dann wirklich greifbar, wenn man ihn erlebt“, betonte Schulleiter Uwe Kruse in seiner Rede. Er lobte die Schülerinnen und Schüler für ihre Initiative mit den Worten: „Ihr habt alles richtig gemacht.“ Dieser direkte Kontakt zu Betrieben, das Erleben von Arbeitsabläufen und der Austausch mit Auszubildenden seien entscheidend für eine realistische Berufswahl. Insgesamt lernten die Schülerinnen und Schüler über 30 Ausbildungsberufe im Rahmen des Projektes kennen.
Starke Partner für eine starke Region
Die Wirtschaftsförderung Winterberg sieht in dem Projekt einen zentralen Baustein, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und jungen Talenten die Attraktivität ihrer Heimatregion aufzuzeigen. „Mit ‚Unternehmen vor Ort‘ schlagen wir eine direkte Brücke zwischen den Fachkräften von morgen und unseren lokalen Betrieben. Die Schülerinnen und Schüler entdecken oft direkt vor der eigenen Haustür spannende und sichere Zukunftsperspektiven, von denen sie vorher vielleicht gar nichts wussten“, erklärt Wirtschaftsförderer Winfried Borgmann.
Auch die teilnehmenden Unternehmen profitieren von dem frühen Kontakt. Sie können sich als attraktive Arbeitgeber präsentieren und potenzielle Auszubildende für sich begeistern. Als besonderes Dankeschön für dieses wichtige Engagement überreichte die Wirtschaftsförderung den Betrieben in diesem Jahr symbolische Baumpatenschaften.
Ausbildung als attraktiver Karriereweg
Christine Schulte von der Wirtschaftsförderung hebt die Bedeutung der dualen Ausbildung hervor: „Wir erleben, dass eine klassische Ausbildung im Handwerk oder in einem der vielen starken mittelständischen Unternehmen eine exzellente Grundlage für eine erfolgreiche Karriere ist. Das Projekt UvO leistet einen wichtigen Beitrag, diesen Weg wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken und die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.“ Die hohe Zahl von 20 teilnehmenden Betrieben und Institutionen in dieser Runde unterstreicht den hohen Stellenwert, den die Nachwuchsförderung in der Region einnimmt. Auch Bürgermeister Michael Beckmann, der leider verhindert war, ließ seine herzlichen Glückwünsche an alle Beteiligten ausrichten.
Die teilnehmenden Betriebe
Die Teilnehmende Unternehmen und Institutionen der aktuellen UvO-Runde: St. Franziskus Winterberg Pflegekolleg, BORBET GmbH, Schwimmbad Winterberg, Josef-und-Herta-Menke-Haus DRK Seniorenzentrum Silbach, Alfons Brass Spedition und Lagerei GmbH, Schuhl & Co. GmbH, Hotel Oversum, Friedrich Hoffmann GmbH&Co.KG, ante-holz GmbH, Die Sterne im Sauerland, Volksbank Sauerland eG, Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH, Stadt Winterberg, Forstbetrieb Winterberg, Dachkonzepte und Raumgestaltung Stöber GmbH, Gesundheitsfachschule für PTA des HSK, ALU-CAR GmbH, Rettungsdienstschule Hochsauerlandkreis, Jugendherberge Winterberg, HSK-die Badexperten und Schulte Duschkabinen.



