Winterberg. Wer in diesen Tagen durch die Winterberger Innenstadt geht, entdeckt neue Hingucker. Am Marktplatz wackeln zwei Federwippen in Form von Bob und Snowboard. In der Oberen Pforte lädt eine Rutsche zum Ausprobieren ein, die aussieht wie die legendäre St. Georg Schanze. Ein Motorikelement lässt Kinder die Winterberger Bobbahn nachspüren. Dazu drei bunte Bodenbeklebungen, die graue Flächen in Spielorte verwandeln. Das Zentrenmanagement des Stadtmarketingvereins Winterberg mit seinen Dörfern hat die Innenstadt in den vergangenen Wochen mit mehreren Spielelementen ausgestattet, die Kinder begeistern und Familien zum Verweilen einladen. Ermöglicht wurde das durch das Landesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren Nordrhein-Westfalen“ des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung.
Spielgeräte mit Wiedererkennungswert
Die neuen Spielgeräte greifen ganz bewusst typische Winterberger Motive auf. Die Rutsche in der Oberen Pforte ist der St. Georg Schanze nachempfunden, einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Am Marktplatz, zwischen den Restaurants Rot & Kehlchen und Extrablatt, stehen zwei Federwippen als Bob und Snowboard. Das Motorikelement ist doppelseitig bespielbar: Auf der einen Seite führt ein Bob-Knauf durch den Verlauf der Bobbahn, auf der anderen Seite wartet ein Sommermotiv mit Maskottchen Waldi, dem Kahlen Asten im Hintergrund und Blumen als Drehelement. Die Geräte sind für alle Altersgruppen gedacht und so platziert, dass sie Aufenthaltsbereiche in der Innenstadt gezielt aufwerten. „Spielen und Einkaufen schließen sich nicht aus. Sie ergänzen sich. Wer mit Kindern in die Innenstadt kommt und sieht, wie die sich freuen, kommt gerne wieder. Das ist der Gedanke hinter den neuen Spielelementen“, erläutert Nicole Müller, Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins Winterberg mit seinen Dörfern.
Bodenspiele verwandeln Flächen in Spielorte
Bereits zuvor hatte der Stadtmarketingverein drei Bodenbeklebungen in der Innenstadt installieren lassen: Ein Irrgarten am Marktplatz, ein Hüpfekästchen vor dem Geschäft Pfiffikus und ein Wanderspiel bei Zeitlos. Umgesetzt wurden die Beklebungen mit der Firma Asphaltaluminium, die robuste Bodenfolien für Innenstädte entwickelt hat. Die bunten Spielflächen sind sofort nutzbar und brauchen keinen Aufbau, keine Aufsicht. Sie sind einfach da und machen den nächsten Stadtbummel durch die Einkaufswelt Winterberg für Kinder automatisch zu einem kleinen Abenteuer.
Förderung mit Weitblick
Möglich wurde all das durch das Landesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren Nordrhein-Westfalen“. Das Programm unterstützt Kommunen dabei, ihre Ortskerne lebendiger und zukunftsfähiger zu gestalten. In Winterberg fließen die Fördermittel von rund 135.722,50 Euro in drei Bereiche: das professionelle Zentrenmanagement, konkrete Innenstadtqualitäten wie die neuen Spielangebote und einen Anmietfonds, der dabei hilft, leerstehende Ladenlokale in der Innenstadt wieder zu beleben.
„Die neuen Spielelemente zeigen, wie wir Winterberg weiterentwickeln wollen: als Ort, der nicht nur im Winter begeistert, sondern ganzjährig für Familien attraktiv ist. Die Förderung gibt uns die Mittel, diese Ideen konsequent umzusetzen. Winterberg ist nicht nur Tourismusort, sondern auch Heimat. Wer hier lebt, soll sich wohlfühlen. Wer zu Besuch kommt, soll wiederkommen wollen. Die Investition in die Innenstadt ist beides auf einmal“, betont Michael Beckmann, Bürgermeister der Stadt Winterberg.
Winterberg als Wohn- und Urlaubsort weiterentwickeln
Hinter den Spielgeräten und Bodenbeklebungen steckt ein größeres Ziel. Der Stadtmarketingverein und die Stadt Winterberg möchten Winterberg als Wohn- und Urlaubsort langfristig attraktiver machen, für Einheimische genauso wie für Gäste. Eine Innenstadt, in der Kinder spielen, Familien verweilen und Besucher und Einheimische sich wohlfühlen, zieht Menschen an. Und Menschen, die sich gerne in der Innenstadt aufhalten, stärken auch den lokalen Handel und die Gastronomie. Die neuen Spielelemente sind dabei kein Selbstzweck, sondern Teil eines Gesamtkonzepts.
„Das Landesprogramm gibt uns die Möglichkeit, Ideen umzusetzen, die Winterberg langfristig stärken. Die Spielgeräte sind ein sichtbares Zeichen davon. Die zur Verfügung stehenden Fördermittel wurden sehr sinnvoll und effizient eingesetzt und sie helfen uns dabei, leerstehende Ladenlokale wieder zu beleben und die Innenstadt als Ganzes weiterzuentwickeln. Das Land NRW unterstützt uns, unsere Innenstadt zukunftsfähig zu gestalten. Wir nutzen diese Chance konsequent, für die Einheimischen genauso wie für unsere Gäste“, so Nicole Müller und Michael Beckmann.
