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Kinder stehen in der Zirkusmanege und führen eine Show auf.
© Circus Baldini
Endlich Sommerferien!Entdecke unser Familienprogramm!

Bist du bereit für spannende Sommerferien in Winterberg? Unser abwechslungsreiches Familien-Ferienprogramm sorgt mit Kinderfest mit herrH, Alpaka-Ausflügen, kindgerechten Führungen und einem unterhaltsamen Mitmach-Zirkus dafür, dass Kinderherzen höherschlagen.

Unsere Empfehlung: Mitmach-Zirkus: Circus Baldini vom 05. - 09. August

 

Typisch sauerländisch und einfach saulecker: Kartoffeln aus dem Feuer

Derzeit stehen sie vielerorts rund um Winterberg im Terminkalender und werden von vielen hungrigen Gästen besucht: Ich rede vom Kartoffelbraten. In jedem Spätsommer und Herbst gehört es für die Sauerländer zum Pfichtprogramm und dafür gibt es einen guten Grund. Es ist saulecker und etwas ganz besonderes. Leute, die es noch nie miterlebt haben, können gar nicht glauben, dass die Kartoffeln in der Buchenglut nicht verbrennen, sondern nach einer knappen Stunde weich und lecker aus der Glut geholt werden. Auch Kolumnist Winni Borgmann hat typisch sauerländisch über das Kartoffelbraten zu berichten:

"Beim Kartoffelbraten, also dem klassischen traditionellem hochsauerländer Event,  bei dem der Feuermacher am späten Morgen das Buchenholz in Meterstücken aufstapelt und ordentlich einheizt, bis es zur immerwährenden Glut verbrennt, um anschließend Kartoffeln darin zum Schwitzen zu bringen, sie dann mit der Glut zuzudecken, um sie dann wieder mit einem Holzpinn zu suchen und einzeln aus der Glut zu pulen und sie dann brühend heiß dem Publikum zum Fraße hingibt, also eben bei diesem Kartoffelbraten spricht der Hochsauerländer nicht viel. Ab und zu hört man mal ein Ploppen, wenn die Flasche frisches sauerländer Pils aufgedengelt wird. Und wenn der Feuermacher einen Lehrling oder Kumpel an seiner Seite hat, wird ebenfalls nicht viel gequasselt, sondern durch der Hände Arbeit gezeigt, wie man so ein Kartoffelbraten ordentlich durchführt.

Die Kartoffeln isst man mit Schale - Messer und Gabel braucht niemand - Höchstens einen Löffel

Messer und Gabel werden beim Kartoffelbraten nicht gebraucht. Weder die Schale wird geschält, noch die Kartoffel durchgeschnitten. Ansonsten würden Butter, Zwiebeln und das ganze Gedöns ja schnurstraks auf die Schochen fallen. Wäre nicht allzu schlimm, denn den feinen Zwirn lässt der echte Kartoffelbräter eh zu Hause. Die Kartoffel wird also mit den Fittichen gebrochen und mit den übrigen Geschmackslieferanten in den Wanzt geschoben. Gerne ein Schluck Pils hinterher und das beste Menü der Welt ist komplett und sogar für Schnöggel geeignet."
Ich hatte in den letzten Wochen schon fünf oder sechs Mal Gelegenheit, mir Kartoffeln aus dem Feuer schmecken zu lassen.

Probiert es aus. Guten Appetit!