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Winterberg legt bei Übernachtungen deutlich zu: Plus von 6,4 Prozent bis Juni

Winterberg. Die touristische Entwicklung in Winterberg zeigt 2026 deutlich nach oben: Von Januar bis einschließlich Juni verzeichnete die Stadt 6,4 Prozent mehr Übernachtungen als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit setzt sich die positive Entwicklung des Tourismusstandorts fort.

Januar und Mai treiben das Wachstum

Besonders stark startete Winterberg in das Jahr: Im Januar stiegen die Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr um 18,21 Prozent. Nach einem schwächeren März und einem nahezu unveränderten April legte der Mai wieder deutlich zu und verzeichnete ein Plus von 15,81 Prozent. Der Juni blieb dagegen annähernd auf dem Vorjahreswert. „Ein Plus von über sechs Prozent nach sechs Monaten ist ein richtig gutes Ergebnis. Besonders freut mich, dass wir nicht nur von einem starken Winter profitieren, sondern auch der Mai zweistellig zugelegt hat. Das zeigt, dass Winterberg über die Jahreszeiten hinweg als Urlaubsziel gefragt ist. Entscheidend ist dabei das Zusammenspiel unserer Gastgeberinnen und Gastgeber, der Gastronomie, der Freizeitbetriebe und vieler weiterer Akteure“, betont Michaela Pelz, Tourismusförderin der Winterberg Touristik und Wirtschaft. Dieses Ergebnis sei eine Gemeinschaftsleistung der gesamten touristischen Familie. Gleichzeitig dürfe bei aller positiven Entwicklung eines nicht aus den Augen verloren werden: Wachstum müsse mit Qualität einhergehen. „Unser Anspruch muss sein, unseren Gästen zu jeder Jahreszeit ein hochwertiges und verlässliches Urlaubserlebnis zu bieten. Denn nachhaltiger Erfolg entsteht nicht allein durch steigende Gästezahlen, sondern vor allem durch zufriedene Gäste, die gerne wiederkommen und Winterberg weiterempfehlen.“

Zwischen Wirtschaftskraft und Lebensqualität

Auch im Vergleich zur Entwicklung des vergangenen Jahres zeigt sich eine deutlich höhere Dynamik. Während die Übernachtungszahlen im Gesamtjahr 2025 lediglich um 0,72 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen waren, liegt der Zuwachs in den ersten sechs Monaten 2026 bereits bei 6,41 Prozent.

Bürgermeister Michael Beckmann bewertet die positive Entwicklung als starkes Signal für den Tourismusstandort. Zugleich verbindet er sie mit dem Anspruch, die Auswirkungen des Tourismus weiterhin aktiv zu gestalten. „Die positive Entwicklung zeigt, wie attraktiv Winterberg als Urlaubsort ist. Davon profitieren unsere Betriebe, Arbeits- und Ausbildungsplätze und letztlich finanziell auch über die Steuereinnahmen die gesamte Stadt. Gleichzeitig gehört zur Wahrheit, dass die hohe touristische Nachfrage gerade an einzelnen Spitzentagen auch Belastungen für unsere Bürgerinnen und Bürger, unsere Infrastruktur und unsere Orte mit sich bringt. Deshalb geht es für uns nicht einfach um immer mehr Gäste. Wir wollen den Tourismus qualitativ und nachhaltig weiterentwickeln und zugleich Strategien erarbeiten, mit denen wir Besucherströme in Spitzenzeiten besser lenken und Belastungen reduzieren können. Unser Ziel ist ein Tourismus, von dem Winterberg wirtschaftlich profitiert und bei dem gleichzeitig die hohe Lebensqualität für die Menschen, die hier zu Hause sind, erhalten bleibt“, sagt Michael Beckmann, Bürgermeister der Stadt Winterberg.

Die Entwicklung der ersten sechs Monate zeigt zugleich, dass sich die touristische Nachfrage nicht allein auf die Wintersaison konzentriert. Die zweistelligen Zuwächse im Mai unterstreichen die zunehmende Bedeutung Winterbergs als Ganzjahresdestination.

Für die Verantwortlichen ist die positive Bilanz deshalb zugleich Bestätigung und Auftrag: Die touristische Wertschöpfung soll weiter gestärkt, die Qualität des Angebots kontinuierlich verbessert und gleichzeitig daran gearbeitet werden, besonders stark frequentierte Zeiten und Orte noch besser zu steuern. So soll die Balance zwischen einem erfolgreichen Tourismusstandort und der Lebensqualität der Menschen in Winterberg und seinen Dörfern dauerhaft gesichert werden.