Willkommen im Sauerland-Museum!
Ausführen, umsetzen, herstellen, das machen die Sauerländer seit jeher. Der Neandertaler fertigt in
mühevoller Handarbeit erste Werkzeuge für die Jagd von Höhlenbär und Mammut. Karl der Große
erobert im 8. Jahrhundert das Sauerland und macht die Bewohner zu Christen. Der Kurfürst Ernst
von Bayern baut und schenkt seiner geliebten Gertrud von Plettenberg gleich ein ganzes
Liebesschloss – den Landsberger Hof, in dem heute das Sauerland-Museum untergebracht ist. Und
der gebürtige Sauerländer August Macke macht sich in nur wenigen Schaffensjahren einen
unvergesslichen Namen in der expressionistischen Kunst, bevor er mit 27 Jahren viel zu früh im
Ersten Weltkrieg fällt – all diese Geschichten von „Machern“ zeigt das Sauerland-Museum in Arnsberg
in seiner ständigen Ausstellung „Glaube. Macht. Geschichte.“.
Ab dem 19. Juni 2026 widmet das Museum den Machern sogar eine Sonderausstellung:
„Macherland. Wo Industrie Geschichte schreibt“. Wo im 19. Jahrhundert zwar reichlich
Bodenschätze vorhanden sind, aber kein Eisenbahnanschluss, schließen sich findige Unternehmer
und ambitionierte Tüftler zu ersten industriellen Betrieben zusammen. Mit der Gründung der IHK in
Arnsberg machen sie der Entwicklung Dampf: 1872 fährt die erste Eisenbahn durch das Ruhrtal und
legt damit den Grundstein für die weitere Industrialisierung.
Die Sonderausstellung begleitet die Sauerländer „Macher“ von den Anfängen mit Hindernissen über
fußläufige Vertriebswege hin zum industriellen Nachkriegsboom, in dem sich die besondere sauerländische Unternehmenskultur mit ihren mittelständischen Familienunternehmen auf dem Weltmarkt
einen Namen macht.
Jeden Sonntag um 14:30 Uhr finden öffentliche Führungen zur aktuellen Ausstellung statt. Eine
kindgerechte Familienführung wird jeden ersten Sonntag im Monat angeboten. Museumsführungen für
Gruppen sind individuell buchbar.



